Afrikanische Schweinepest: Erfolgreiche Prävention kann nur eine Gemeinschaftsaufgabe sein

Pressemitteilung der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt | Magdeburg, 7. Oktober 2020 | 149/2020

Am gestrigen Dienstag fanden sich Vertreter der Landwirt- und Forstwirtschaft, der Jägerschaft sowie der Schweinezüchter und Veterinäre zu einem seitens der CDU-Landtagsfraktion initiierten Fachgespräch zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) zusammen. Ziel war die Entwicklung eines Maßnahmenkataloges zur Seuchenprävention. Dazu erklärt der agrarpolitische Sprecher, Guido Heuer:

„Vor dem Hintergrund der sich weiterhin rasant ausbreitenden ASP gilt es schon jetzt, umfangreiche Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Kommt es zu einem Ausbruch in einem Hausschweinbestand, wird dieser im Rahmen der klassischen Tierseuchenbekämpfung ausnahmslos getötet. Der entstehende wirtschaftliche Schaden kann in die Milliarden gehen. Die Landesregierung ist im Seuchenfall aufgefordert, sofortige Stallpflichten zu verhängen, infizierte Kadaver bis zu deren Abholung vor Wildzugriff zu schützen und die Schlachtinfrastruktur unter besonderen Hygienemaßnahmen weiterhin aufrecht zu erhalten.“

Der umweltpolitische Sprecher, Andreas Schumann, ergänzt: „Steigende Hygiene und ausgeweitete Tests können – ähnlich wie bei Corona – der Schlüssel im passiven Monitoring darstellen. Dafür fordern wir die Betreiber von Raststätten und Autohöfen an den Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen auf, die Abfallbehälter gegen Wildzugriff zu schützen. Tot aufgefundenes, erlegtes und Unfallwild soll künftig engmaschig durch Bluttests auf das Virus untersucht werden, um auch auf einen asymptomatischen Infektionsverlauf reagieren zu können. Mittels Kadaverabdeckungen und Wildschutzzäunen, die nicht elektrisch sind, gilt es die Fundstellen vor Wildzugang zu schützen.“

Frank Bommersbach, Mitglied der Arbeitsgruppe Finanzen und selbst Jäger: „An vorderster Front steht dabei die Jägerschaft. Für die Jägerschaft sind sowohl Möglichkeiten für einen effektiveren Ansitz zu schaffen, als auch mittels finanzieller Entlastung, z.B. durch Abschaffung der Gebühren für die Trichinenschau sowie über Pürzelprämien eine Erhöhung der Jagdstrecke zu erzielen. Die Frage besteht längst nicht mehr in einem ob sondern darin, wann die ASP Sachsen-Anhalt erreicht.“

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